12 März 2018

Alfa Romeo bei der Oldtimer-Rallye Mille Miglia 2018: Vier legendäre Rennwagen erinnern an ersten Sieg vor 90 Jahren

1928 feierte Alfa Romeo den ersten von insgesamt elf Siegen beim härtesten
Straßenrennen der Welt. Route führt vom 16. bis 19. Mai 2018 wie damals von
Brescia über Rom zurück nach Brescia - mit neuem Stopp am Werksmuseum von
Alfa Romeo in Arese. Alfa Romeo geht mit den Modellen 6C 1500 Super Sport,
6C 1750 Super Sport, 1900 Super Sport und 1900 Sport Spider an den Start. Flotte von 30 Alfa Romeo Giulia und Alfa Romeo Stelvio im Dienste des Veranstalters. Berühmter Glücksbringer Quadrifoglio schlägt Brücke von historischen Rennwagen zum C37 des Alfa Romeo Sauber F1 Team aus der Formel-1-WM 2018.  

 

Turin, im  März 2018

 

Enzo Ferrari (1898 - 1988) nannte die Mille Miglia einst „das schönste Rennen der Welt". Von 1927 bis 1957 fand das zur seiner Zeit härteste Straßenrennen der Welt auf einer 1.000 Meilen - rund 1.600 Kilometer - langen Strecke zwischen dem norditalienischen Brescia, der Landeshauptstadt Rom und zurück statt. Die schnellsten Fahrer benötigten für diese Strecke in den letzten Jahren weniger als zwölf Stunden. Bis 1957 feierte Alfa Romeo insgesamt elf Siege - ein Rekord für die Ewigkeit.

1977 wurde die Mille Miglia wiederbelebt. Heute ist sie die weltweit berühmteste und mit deutlich mehr als 300 Teilnehmern auch die wohl größte Oldtimer-Veranstaltung ihrer Art. Vom 16. bis 19. Mai 2018 findet sie zum 36. Mal statt. Die Route folgt den Spuren der Originalstrecke. Das Tempo ist allerdings deutlich gemächlicher als zu Zeiten der „echten" Mille Miglia. Nach dem Start in Brescia stehen Übernachtungspausen in Cerva Milano Marittima, am Wendepunkt in Rom und in Padua auf dem Programm, bevor am vierten Tag das Ziel wiederum in Brescia erreicht wird.

Alfa Romeo ist nicht nur erneut offizieller Fahrzeugpartner der Mille Miglia, sondern in diesem Jahr auch Ehrengast. Anlass ist der 90. Jahrestag des ersten Mille-Miglia-Sieges von Alfa Romeo. 1928 kreuzten Grand-Prix-Star Giuseppe Campari und Beifahrer Giulio Ramponi im Tipo 6C 1500 Super Sport als Erste die Ziellinie. Als Hommage an diesen historischen Sieg schickt FCA Heritage, die Abteilung von Fiat Chrysler Automobiles (FCA) für die Historie der italienischen Konzernmarken, vier rare Klassiker an den Start der Oldtimer-Rallye, bei der es nicht um Geschwindigkeit, sondern um präzises Anfahren von Zeitmesspunkten geht. Aus dem Alfa Romeo Werksmuseum kommen ein 6C 1500 Super Sport von 1928, ein 6C 1750 Gran Sport von 1930, ein 1900 Sport Spider von 1954 und ein 1900 Super Sprint von 1956. Der Veranstalter vertraut darüber hinaus auf eine Fahrzeugflotte mit insgesamt 30 Exemplaren des Alfa Romeo Stelvio, des ersten SUV in der über 100-jährigen Historie der Marke, und der Sportlimousine Alfa Romeo Giulia.

Neuer Stopp am Alfa Romeo Werksmuseum „La macchina del tempo"

Es war am 1. April 1928, als das Alfa Romeo Werksteam Giuseppe Campari/Giulio Ramponi als Sieger im Ziel der Mille Miglia abgewinkt wurde. Ihr Alfa Romeo 6C 1500 Super Sport war ein Meisterwerk von Konstrukteur Vittorio Jano. Sein Motor zeigte mit einem verschweißten Zylinderkopf und Kompressoraufladung eine für die Zeit revolutionäre Technik.

Campari/Ramponi hatten die 1.618 Kilometer lange Strecke mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 84 km/h zurückgelegt - auf weitgehend unbefestigten Straßen. Alfa Romeo konnte so den ersten von schließlich insgesamt elf Siegen bei der Mille Miglia feiern, zwischen 1932 und 1938 blieb die Traditionsmarke sogar sieben Jahre in Folge ungeschlagen.

Alfa Romeo feiert den Jahrestag des ersten Mille-Miglia-Sieges mit einer Reihe spezieller Veranstaltungen. Dazu gehört auch, dass die Mille Miglia zum ersten Mal einen Stopp am Werksmuseum „La macchina del tempo" in Arese bei Mailand einlegt. Eine Gleichmäßigkeitsprüfung findet auf der hauseigenen Rennstrecke statt. Viel Zeit werden die Teilnehmer also nicht haben, die 69 im Museum ausgestellten Fahrzeuge aus der Historie von Alfa Romeo zu bewundern, darunter einige der berühmtesten Rennwagen der Welt. Zu sehen sind unter anderem der A.L.F.A. 24HP, das erste Fahrzeug der Marke, der bei der Mille Miglia 1930 mit Tazio Nuvolari am Steuer siegreiche Tipo 6C 1750 Gran Sport, der Tipo 159 „Alfetta", mit dem Alfa Romeo Werksfahrer Juan Manuel Fangio 1951 die zweite Weltmeisterschaft in der Formel 1 gewann, sowie der in der Sportwagen-Weltmeisterschaft erfolgreiche Tipo 33TT12.

Vier historische Alfa Romeo am Start der Mille Miglia 2018

Vier der normalerweise im Werksmuseum ausgestellten Alfa Romeo sind bei der Mille Miglia am Start. Ältestes Exemplar ist ein Tipo 6C 1500 Super Sport aus dem Jahr 1928 mit einer Karosserie von Stabillimenti Farina. Das Fahrzeug gewann die italienische Oldtimerrallye bereits in den Jahren 2005, 2007 und 2008, war außerdem siegreich bei der ähnlich veranstalteten „Mille Milas Sport 2007" in Argentinien. Unter der Motorhaube des Tipo 6C 1500 Super Sport arbeitet ein Reihensechszylinder mit 1.487 Kubikzentimeter Hubraum, der 56 kW (76 PS) bei 4.800 Touren leistet. Nur 31 Stück dieses Modells, das eine Spitzengeschwindigkeit von 140 km/h erreicht, wurden 1928 und 1929 gebaut.

Eine besondere Rarität im Teilnehmerfeld ist der Alfa Romeo 6C 1750 Gran Sport mit Karosserie von Zagato. Mit diesem Modell gewannen Grand-Prix-Pilot Tazio Nuvolari und Beifahrer Battista Guidotti die Mille Miglia 1930. Nuvolari gelang das entscheidende Überholmanöver gegen Teamkollege Achille Varzi wenige Kilometer vor dem Ziel bei totaler Dunkelheit - der Legende nach als Überraschungscoup mit ausgeschalteten Scheinwerfern. Nuvolari stand schließlich an der Spitze eines Dreifachsieges für Alfa Romeo und legte die Strecke zum ersten Mal mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von mehr als 100 km/h zurück, noch immer fast durchgehend auf unbefestigten Straßen.

Stellvertretend für die schnellen Gran-Turismo-Limousinen der Marke Alfa Romeo steht das Modell 1900. Mitte der 1950er Jahre war das „Familienauto, das Rennen gewinnt" (zeitgenössischer Werbeslogan) bei Privatfahrern sehr beliebt. Für den Einsatz im Motorsport entwickelten verschiedene Karosseriebauer spezielle Varianten. Von Bertone stammt der Alfa Romeo 1900 Sport Spider, von dem 1954 nur zwei Exemplare gebaut wurden. Für Vortrieb sorgt der auf 101 kW (138 PS) leistungsgesteigerte 1,9-Liter-Vierzylinder, hier in einer Variante mit Trockensumpf-Ölkreislauf. Dank des mit nur 880 Kilogramm sehr niedrigen Gewichts, des Fünfganggetriebes und der von Bertone aerodynamisch günstig konstruierten Karosserie erreicht der Roadster eine Höchstgeschwindigkeit von 220 km/h. Für hervorragendes Fahrverhalten sorgt die Hinterachse nach dem DeDion-Prinzip.  

Vierter im Bunde des Alfa Romeo Werksteams für die Mille Miglia 2018 ist ein Alfa Romeo 1900 Super Sprint. Das elegante Coupé mit der Karosserie von Touring stammt aus dem Baujahr 1956.

Ebenfalls bei der Mille Miglia: das Quadrifoglio als Kennzeichen der sportlichsten Alfa Romeo

Als offizieller Fahrzeugpartner der Mille Miglia 2018 stellt Alfa Romeo dem Veranstalter 30 Fahrzeuge der Baureihen Stelvio und Giulia zur Verfügung. Sie schlagen die Brücke von den historischen Rennern der Marke in die Gegenwart. Alfa Romeo Stelvio und Alfa Romeo Giulia sind außerdem Beleg für die Tradition der Marke, Erkenntnisse aus dem Rennsport auf das Design und die Technologie der Serienfahrzeuge zu übertragen.

Sozusagen die Spitze des Eisbergs sind die Quadrifoglio Modellversionen beider Baureihen. Im vergangenen Oktober verdiente sich der Alfa Romeo Stelvio Quadrifoglio den Titel „Schnellstes SUV der Welt" mit einem neuen Rundenrekord auf der legendären Nordschleife des Nürburgrings. Mit 7.51,7 Minuten blieb Testfahrer Fabio Francia rund acht Sekunden unter der vorherigen Bestmarke für SUV. Ebenfalls auf der Nordschleife drehte die Alfa Romeo Giulia Quadrifoglio eine Rekordrunde. In 7:32 Minuten stellte ebenfalls Francia eine neue Bestmarke für serienmäßige, viertürige Limousinen auf.

Auch in der Formel 1 ist das Quadrifoglio in der Saison 2018 präsent - auf der Motorhaube des C37 aus dem Alfa Romeo Sauber F1 Team. Hier schließt sich der Kreis des berühmten Symbols, das die Form eines vierblättrigen Kleeblatts hat. Das Quadrifoglio entstand als Glücksbringer im Motorsport. Es tauchte zum ersten Mal als Lackierung auf dem Alfa Romeo Tipo RL auf, mit dem Ugo Sivocci 1923 das Straßenrennen Targa Florio auf Sizilien gewann.

1925 prangte das Quadrifoglio auf der Motorhaube des Alfa Romeo Tipo P2 von Gastone Brilli-Peri, als er auf der Rennstrecke von Monza die erste jemals durchgeführte Weltmeisterschaft im Automobilrennsport gewann. Vier weitere Weltmeistertitel im Zeichen des Quadrifoglio folgten, der nächste 1950. In der Premierensaison der Formel-1-Weltmeisterschaft, holte sich der Italiener Giuseppe „Nino" Farina im Alfa Romeo Tipo 158 den Titel. Der unter dem Spitznamen „Alfetta" bekannte Grand-Prix-Ren­ner - in weiterentwickelter Form als Tipo 159 - trug im folgenden Jahr auch Alfa Romeo Werkspi­lot Juan Manuel Fangio zum Weltmeistertitel.

2018 kehrt das Quadrifoglio in die Formel 1 zurück, die höchste Klasse des internationalen Motorsports. Es steht noch immer als Symbol für die Strategie von Alfa Romeo, Technologien im Motorsport zu erproben, um sie anschließend für die sportlichsten Serienfahrzeuge der Marke einzusetzen.

 

Die Mille Miglia 2018 (weitere Infos: www.millemiglia.eu)

Mittwoch, 16. Mai              Start in Brescia, Etappenziel in Cervia Milano Marittima

Donnerstag, 17. Mai           Restart in Cervia Milano Marittima, Etappenziel in Rom

Freitag, 18. Mai                  Restart in Rom, Etappenziel in Padua

Samstag, 19. Mai               Restart in Padua, Ziel in Brescia

 

 

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an:

Andreas Blecha
Public Relations Manager
Fiat Chrysler Automobiles Austria GmbH
Schönbrunner Straße 297 - 307, 1120 Wien
Tel:          01-68001 1088
E-Mail:    andreas.blecha@fcagroup.com
Fiat Presse im Web: www.fiatpress.at

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